Glasfaserausbau
icon.crdate24.04.2026
Deutsche Glasfaser erteilt Absage für Eschenbach
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
über viele Jahre hinweg haben sich die Gemeinden Eschenbach und Heiningen intensiv für einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch Deutsche Glasfaser eingesetzt. Die erforderlichen Vorvermarktungsquoten wurden bereits 2022/2023 erreicht. Nach langen Verzögerungen wurde uns wiederholt signalisiert, dass der Ausbau bevorsteht – für Heiningen mit konkreten Vorbereitungen und für Eschenbach mit einem Baustart im Jahr 2026.
Umso größer ist unser Unverständnis darüber, dass die Deutsche Glasfaser der Gemeinde Eschenbach nun mitgeteilt hat, dass Eschenbach nach aktuellem Stand nicht mehr in der Ausbauplanung bis Ende 2027 berücksichtigt ist. Diese Mitteilung trifft uns völlig überraschend – insbesondere vor dem Hintergrund, dass in Heiningen bereits Infrastruktur die auch für den Eschenbacher Ausbau erforderlich ist, geschaffen wurde, dort sogenannte Point of Presence (PoP) -Standorte ausgebaut wurden und nach bisherigem Stand weiterhin auch eine Leerrohrverlegung mittels Spülbohrung nach Eschenbach vorgesehen ist, um unser Gemeindegebiet über Heiningen mit anzubinden.
Diese Entwicklung ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar.
Die Gemeindeverwaltung hat diese Absage mit großem Unmut zur Kenntnis genommen. Nach allem, was uns über Jahre hinweg zugesichert, vorbereitet und in Aussicht gestellt wurde, ist diese Entscheidung aus unserer Sicht nicht akzeptabel. Sie stellt die Gemeinde, aber vor allem auch viele Bürgerinnen und Bürger, die im Vertrauen auf einen Ausbau Verträge abgeschlossen haben, vor eine völlig neue Situation.
Was bedeutet das nun?
Faktisch müssen wir die Situation derzeit leider als einen Rückschritt auf null bewerten.
Wir müssen die Ausgangslage nun neu ordnen und sämtliche Optionen erneut prüfen, wie eine zukunftsfähige Glasfasererschließung für Eschenbach dennoch erreicht werden kann.
Dazu gehören insbesondere:
- weitere Gespräche mit „Deutsche Glasfaser“ mit dem Ziel, die Entscheidung nochmals zu
hinterfragen und eine Neubewertung zu erreichen,
- die Prüfung alternativer Ausbaupartner oder anderer eigenwirtschaftlicher Modelle,
- die erneute Bewertung möglicher Förderkulissen,
- sowie die grundsätzliche strategische Neuaufstellung, wie wir das Thema
Breitbandversorgung für unsere Gemeinde weiterverfolgen.
Dies bedeutet leider auch: Wir müssen zunächst neu ansetzen, obwohl wir glaubten, bereits deutlich weiter zu sein.
Wie geht es weiter?
Gemeinsam mit dem Zweckverband Gigabit, dem Landkreis Göppingen und weiteren Ansprechpartnern werden wir nun kurzfristig das weitere Vorgehen beraten. Wir werden alle Möglichkeiten ausloten, um für Eschenbach eine tragfähige Lösung zu finden.
Unabhängig davon verfolgen wir mit Nachdruck auch weiterhin die Förderperspektive für die außenliegenden Höfe.
Klar ist aber auch: Die jetzige Absage bedeutet einen erheblichen Rückschlag.
Transparenz ist uns wichtig
Uns ist bewusst, dass viele Bürgerinnen und Bürger mit dieser Entwicklung enttäuscht sind. Diese Enttäuschung teilen wir ausdrücklich.
Gerade deshalb war es uns wichtig, Sie frühzeitig und offen über den aktuellen Stand zu informieren. Sobald verlässliche Erkenntnisse darüber vorliegen, in welche Richtung es weitergehen kann, werden wir Sie unmittelbar informieren.
Auch wenn wir aktuell wieder einen Schritt zurückgeworfen wurden, werden wir das Thema nicht auf sich beruhen lassen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur bleibt ein zentrales Zukunftsthema für unsere Gemeinde.
