Haben Sie noch ein altes Handy in einer ihrer Schubladen, das Sie nicht mehr benötigen? Dann bringen Sie es doch bei nächster Gelegenheit ins Rathaus/in den Kindergarten Wirbelwind/ Naturkindergarten Pusteblume/ Kindergarten Arche Noah/ Grundschule Eschenbach und werfen Sie es in die bereitstehende Sammelbox
Die Gemeinde Eschenbach beteiligt sich im Rahmen der landesweiten „Handy-Aktion Baden-Württemberg“ an der Sammlung von gebrauchten Mobiltelefonen, die dem geordneten Recycling zugeführt werden. Mit dem Erlös der Aktion werden Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Äthiopien. Uganda und dem Kongo gefördert. Die „Handy-Aktion Baden-Württemberg“ ist eine Aktion verschiedener Organisationen der Kirchen und der Zivilgesellschaft. Sie ist Kooperationspartner der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg und wird vom Umweltministerium unterstützt. Schirmherrin ist Umweltministerin Thekla Walker.
Wertvolle Schätze
In nicht mehr benutzten Handys schlummern wahre Schätze an Rohstoffen wie Gold, Kupfer, Zinn und Kobalt, die nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen und unter anderem im Kongo unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Ziel der Handy-Aktion Baden-Württemberg ist es, diese Schätze zu heben, wieder in den Kreislauf zurückzuführen und gleichzeitig auf die globalen Zusammenhänge aufmerksam zu machen. Noch sind vielen Handynutzern diese Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt wenig bewusst. Aus diesem Grund haben die Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg, die Diakonie Württemberg mit Brot für die Welt, das Deutsche Institut für Ärztliche Mission e.V. (Difäm), das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW), die Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart e.V., der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB) und das Entwicklungspädagogische Informationszentrum Reutlingen (EpiZ) die Handy-Aktion ins Leben gerufen. Die Sammlungen werden in Zusammenarbeit mit dem Recyclingunternehmen JurecIT, Landau, durchgeführt.
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Smartphone & Co. gehören heute zu unserem Alltag. Doch die Geräte, die für viele mittlerweile unverzichtbar erscheinen, haben eine dunkle Kehrseite. Die Rohstoffe, die in ihnen stecken, führen in vielen Regionen zu Konflikten. Unter der Gewalt leidet besonders die Zivilgesellschaft. Der Abbau der Rohstoffe geht in vielen Ländern auf Kosten von Mensch und Umwelt. Und die schlechten Arbeitsbedingungen bei den asiatischen Geräteherstellern sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Dazu kommt die kurze Halbwertszeit der Produkte. Im Durchschnitt wird ein Mobiltelefon nur 18 Monate genutzt. Danach landet es meist in der Schublade. Allein in Deutschland liegen schätzungsweise 195 Millionen Mobiltelefone ungenutzt herum und mit ihnen mit ihnen etwa
1.755 t Kupfer, 29,3 t Silber, 4,9 t Gold - wertvolle Rohstoffe also, die durch Recycling zurück in den Produktionskreislauf gelangen könnten. Die Entsorgung wird oft illegal durchgeführt. Trotz Exportverbot gelangen immer noch viele Geräte auf illegalen Wegen nach Afrika oder Asien, wo der Elektroschrott unter fragwürdigen Bedingungen „recycelt“ wird.
Die Handy-Aktion Baden-Württemberg
Die Handy-Aktion Baden-Württemberg informiert über die sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen des weltweiten Smartphone-Booms. Zusätzlich werden alte Mobiltelefone gesammelt und in Kooperation mit dem Sammelsystem „Freddy Datenfresser“ des Recyclingunternehmens JuRec-IT (Landau) einem geordneten Recycling zugeführt. Der Erlös fließt in nachhaltige Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Afrika.
Die Initiatoren
Die Handy-Aktion Baden-Württemberg ist eine landesweite Initiative vieler Organisationen aus Kirche und Zivilgesellschaft. Zum Trägerkreis gehören: Evangelische Landeskirchen in Baden und Württemberg, Diakonisches Werk Württemberg mit Brot für die Welt, Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB), Deutsches Institut für Ärztliche Mission (Difäm), Evangelisches Jugendwerk in Württemberg (EJW), Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart, DEAB (Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg) und EPiZ (Entwicklungspädagogisches Informationszentrum).
Mit der Handy-Aktion Baden-Württemberg werden folgende Projekte unterstützt:
- Kongo: Gemeinsam für Gesundheit (Difäm/Brot für die Welt)
- Uganda: Anpassung an den Klimawandel (Aktion Hoffnung Rottenburg Stuttgart e. V.)
- Äthiopien: Zukunftschancen durch Ausbildung (EJW-Weltdienst)
Weitere Informationen und Materialien:


