Eine Halle für alle

Von der Idee bis zum Beschluss

Nachfolgend wollen wir Ihnen die aktuelle Entstehung des Projekts "Eine Halle für alle" aufzeigen. „Aktuell“ deshalb, weil die ganzen Maßnahmen, Untersuchungen und Vorbereitungen eigentlich schon im Jahr 1999 begonnen haben. Die damalige Vorgehensweise führte bereits im Jahr 2001 zu einem beschränkten Architektenwettbewerb, den der Architekt Jürgen Böbel aus Göppingen gewonnen hatte und dann auch folgerichtig einen Planungsauftrag bekam.

Und schon damals wurden die Vereine beteiligt, Aufträge vergeben, Fachleute eingeschaltet und die Öffentlichkeit informiert (mehrere umfangreiche Berichte im Mitteilungsblatt, Bürgerversammlungen). Alles war – ohne Widerspruch von Bürgern, ohne „Gegenwind“ – demnach auf einem guten Weg, zumindest was die Verankerung dieses weitreichenden Projekts in der Bevölkerung anging.

Einzig den Kostensteigerungen im weiteren Planungsprozess war es geschuldet, dass das Projekt im Stadium der Entwurfsplanung doch noch gestoppt wurde: So hatte der damalige Gemeinderat selbst verantwortungsvoll die Reißleine gezogen und ein Projekt gestoppt, welches damals im Übrigen alleine – ohne Beteiligung der Gemeinde Heiningen – in Angriff genommen werden sollte. Denn im Gegensatz zu heute gelang es damals nicht, die Nachbargemeinde Heiningen von einer interkommunalen Hallenlösung in Eschenbach zu überzeugen.

Ständig blieb die „Halle für alle“ jedoch in den Köpfen der politischen Verantwortungsträger: Viele Gemeinderäte wurden in diesen Jahren von den Bürgern in ihrem Amt und ihrem Wählerauftrag bestätigt, vereinzelt wurde das Mandat auch selbst beendet oder nicht mehr erteilt, es kamen daher auch neue Gemeinderäte hinzu. Eines blieb jedoch im Gremium gleich: Das hohe Interesse, den Wählerauftrag endlich zu erfüllen und die sehr große Mehrheit im Ratsrund, dies auch mit den erforderlichen Verfahrensschritten zu beschließen.

Im festen Glauben, die deckungsgleichen Vorstellungen und Erwartungen von Bürgerschaft und Gemeinderäten zu erfüllen, blieb auch die Verwaltung stets am Ball und hat im Laufe der Jahre ein unglaubliches Maß an Arbeit und Energie in dieses Projekt gesteckt.

Ende 2013 war es schließlich so weit: Vereine und örtliche Gruppierungen und Organisationen wurden informiert, dass man in einen neuen Planungsprozess einsteigen möchte. Dieser begann selbstredend mit aktuellen Bedarfsabfragen und mündete in der Einrichtung des so genannten Runden Tischs Anfang 2014. Dies wurde auch im Mitteilungsblatt ausführlich kommuniziert.

Bereits im April desselben Jahres stand die Zielrichtung mit Standort, Hallendimensionierung etc. fest. Fortan galt das Augenmerk dem Verbandspartner Heiningen, den man unbedingt ins Boot holen und von einer interkommunalen Lösung überzeugen wollte. Über die Teilnahme an einer Gemeinderatssitzung im Juli 2014 in Heiningen, der Klausurtagung des Heininger Gemeinderates im Oktober 2014, einer gemeinsamen Sitzung der Heininger und Eschenbacher Gemeinderäte im Januar 2015 dauerte es schließlich insgesamt fast ein Jahr, bis sich der Heininger Gemeinderat im März 2015 zunächst nicht-öffentlich, dann im April 2015 auch öffentlich in einer eindeutigen Beschlussfassung zu einer interkommunale Halle in Eschenbach bekannte.

Um dieses sehr mutigen und weitblickenden Ergebnisses wegen hielt man detailliertere Informationen zunächst zurück, informierte jedoch die Bevölkerung ausführlich im November 2014 über den damaligen Zwischenstand.

Bereits zwei Wochen nach der öffentlichen Heininger Beschlussfassung im April 2015 fand dann in Eschenbach die von der Verwaltung selbst schon lang avisierte Bürgerversammlung statt, in der alle Fakten auf den Tisch gelegt wurden. Die Pläne wurden von der anwesenden Bürgerschaft goutiert, es gab nur eine einzelne kritische Stimme zu verzeichnen. Auch die anschließende ausführliche Berichterstattung aus der Bürgerversammlung im Mitteilungsblatt brachte keinerlei negative Resonanz – so wie auch im Laufe der ganzen Jahre so gut wie keine Kritik an den schon so lange verfolgten Hallenplänen aufgekommen ist.

Die Ampeln konnten demnach endgültig auf grün gestellt werden, und die Verwaltung gab Gas: Am 30. Juni 2015 stand nicht nur der Grundsatzbeschluss zum Hallenbau auf der Tagesordnung des Gemeinderates, nein, um im Herbst die erforderlichen Zuschussanträge zu stellen und nicht nochmals ein weiteres Jahr zu verlieren, wurden auch Auftragsvergaben an das Architekturbüro SpOrt concept aus Reutlingen sowie diverse Fachingenieurbüros beschlossen. Der verantwortliche Architekt Thorismuth Gaiser belegte im Übrigen beim damaligen Architektenwettbewerb bereits den zweiten Platz und wurde nun beauftragt, weil er bei vielen vergleichbaren Projekten bereits bewiesen hat, einen gesteckten Kostenrahmen exakt einzuhalten.

Während sich diese Fachleute sogleich an der Vorentwurfsplanung zu schaffen mach(t)en, kam es im Ort zu einer so nicht erwarteten Entwicklung: Während das Gros der Gemeinderäte wie auch die Verwaltung die früher schon andiskutierte Abhaltung eines Bürgerentscheids der erfreulichen interkommunalen Lösung wegen nicht für erforderlich hielt, sah dies die kleine Minderheit im Gremium gänzlich anders – und initiierte ein Bürgerbegehren, welches in wenigen Wochen von rund 15 Prozent der Bürger unterzeichnet wurde und somit erfolgreich war: Der erste Bürgerentscheid in der Geschichte der Gemeinde Eschenbach ist somit perfekt!

Dies wurde vom Gemeinderat in einer kurzfristig anberaumten Gemeinderatssitzung am 11. August 2015 auch einstimmig beschlossen und der Termin für den Bürgerentscheid auf Sonntag, den 20. September 2015 festgesetzt.

Die Initiatoren des Bündnisses „Zukunft für Eschenbach“ verfolgen beim Bürgerentscheid das Ziel, den Grundsatzbeschluss des Gemeinderates vom 30. Juni 2015 aufzuheben und einen Hallenbau in Eschenbach zu verhindern. Ob eine ausreichende Anzahl von Bürgern Ihrem Ansinnen folgt oder die bislang „gefühlte“ Mehrheit hinter der Halle steht: Bald wird man es wissen, und zwar schwarz auf weiß, Stimme für Stimme.

Damit der Bürger seinem Wahlauftrag verantwortungsvoll nachkommen kann, werden in den nächsten Wochen viele Informationen und Fakten in Mitteilungsblatt, Informationsflyer und Homepage benannt.

Eine Halle für alle -Darstellung aus dem früheren Planungsprozess

Weitere Informationen

Kontakt

Bürgermeisteramt Eschenbach

Lotenbergstraße 6
73107 Eschenbach
Fon: 07161 94040-0
Fax: 07161 94040-20

E-Mail schreiben 

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
10 Uhr bis 12 Uhr

Dienstag
16 Uhr bis 18 Uhr

und nach besonderer Vereinbarung

Kontakt & Copyright

Gemeindeverwaltung Eschenbach | Lotenbergstraße 6 | 73107 Eschenbach | Fon: 07161 94040-0 | Fax: 07161 94040-20 | E-Mail schreiben
© 2017 Gemeinde Eschenbach - Hirsch & Wölfl GmbH