BürgerEnergie- Genossenschaft Voralb eG

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BEG

Kommunale Initiative

Zehn Gemeinden möchten mit gutem Beispiel voran gehen und ihre Bürger als genossenschaftlich verbundene Mitakteure gewinnen. Denn nur mit gemeinsamen kommunalen wie privaten Anstrengungen wird es gelingen, einen nachhaltigen Beitrag für die großen „E’s“ zu leisten – Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Investitionen in erneuerbare Energien sollen dabei nicht nur dem „großen Geldbeutel“ vorbehalten bleiben.
Mit der Gründung einer Genossenschaft soll es jedem Einzelnen nach seinem Interesse und seiner Leistungsfähigkeit ermöglicht werden, sich daran zu beteiligen.

Erleichtert wurde diese breit angelegte interkommunale Offensive durch den Umstand, dass die beteiligten Kommunen derzeit auch auf vielen anderen Gebieten erfolgreich kooperieren: So wurde die Klima- und Energieagentur des Landes (KEA) gemeinsam mit einem Energiemanagement beauftragt, sind die Kommunen über eine aussichtsreiche Antragstellung beim EU- Leuchtturmprojekt „EULE“ verbunden und machen sie auch beim Albtraufgänger-Projekt und dem Landschaftspark Albvorland gemeinsame Sache.

Und aktuelle Meldungen geben den Kommunen Recht: Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage würden sich 71 Prozent der Deutschen eine Solaranlage auf das eigene Dach setzen, und einer Meldung des Bundesumweltministeriums zufolge unterstützen gar  97 Prozent der Bundesbürger den Ausbau erneuerbarer Energien!

Die erste BürgerEnergieGenossenschaft im Voralbgebiet

Gründungsversammlung
Gründungsversammlung

Die BürgerEnergie-Genossenschaft Voralb eG (BEG Voralb) wurde am 16. Juli 2009 von Bürgerinnen und Bürgern aus den Gemeinden Schlat, Eschenbach, Heiningen, Gammelshausen, Dürnau, Bad Boll, Aichelberg, Zell unter Aichelberg, Hattenhofen und Schlierbach gegründet. Ziel der Genossenschaft ist die Umsetzung von Projekten zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Im April 2010 waren es über 200 Mitglieder und über 2.200 Anteile waren gezeichnet – Tendenz steigend!

Erstes Projekt der BEG Voralb

Fotovoltaik auf der Grundschule
Fotovoltaik auf der Grundschule

Erstes Projekt war eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule der Gemeinde Eschenbach, weshalb die Initiative zur gemeinsamen Genossenschaft auch von der Gemeinde Eschenbach ausging und die Genossenschaft dort ihren Sitz hat.

Die Anlage wurde Anfang 2009 von der EnBW erstellt  und ist nach formalrechtlicher Prüfung und Genehmigung der Genossenschaft durch den Genossenschaftsverband von der BEG Voralb erworben worden.

Jährlich können hier etwa 20.400 kWh Strom erzeugt und der Umwelt 5,2 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen erspart werden.

Die aktuellen Leistungsdaten dieser Fotovoltaikanlage finden Sie hier.

Weshalb Genossenschaft und keine andere Rechtsform?

Die Gründe, die für die Wahl einer genossenschaftlichen Rechtsform gesprochen haben, sind im Einzelnen:

  • demokratische Strukturen (jedes Mitglied eine Stimme)
  • Haftungsbeschränkung auf die Einlage
  • unkomplizierte Gründung
  • regelmäßige gesetzliche Überprüfung durch den Genossenschaftsverband
  • flexible Handhabung von Mitgliederveränderungen (mit Anspruch auf Auszahlung der Einlagen bei Austritt)
  • ideale Rechtsform für das gemeinsame Engagement von Bürgern und Kommunen

Die sonst gebräuchliche Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) lässt ein Engagement der Kommunen aus kommunal- und haushaltsrechtlichen Gründen nicht zu – die Haftung wäre hier nicht beschränkt beziehungsweise wirksam beschränkbar. Einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung kann eine Gemeinde nur unter den Voraussetzungen der §§ 102 ff. Gemeindeordnung beitreten. Ein eingetragener Verein wiederum ist auf Gemeinnützigkeit ausgelegt, dem widerspricht die Verfolgung eines wirtschaftlichen Zwecks.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die BEG Voralb wird durch Vorstand und Aufsichtsrat ehrenamtlich geführt. Es wurden drei Vorstände und sieben Aufsichtsräte gewählt, die in der Regel in den beteiligten Kommunen wohnen und eine direkte Verbindung zur Bürgerschaft gewährleisten. Während dem Vorstand die Führung der Genossenschaft obliegt, soll der Aufsichtsrat den Vorstand beraten und überwachen sowie in der Generalversammlung berichten.

Die vielfältigen Aufgaben sind darüber hinaus in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt, es gibt u. a. die Ressorts

  • Finanzen
  • Mitgliederbetreuung
  • Versammlungen
  • Organisation
  • Marketing und
  • Technische Dienste.

Um das Rad nicht zweimal zu erfinden und letztlich auch um Kosten zu sparen, knüpft die Genossenschaft Kontakte zu bereits bestehenden BürgerEnergieGenossenschaften.

Die Rolle der EnBW Regional AG

Unterstützt wurde die BEG Voralb in der Startphase von der EnBW Regional AG, und zwar durch folgende Maßnahmen (jedoch jeweils nur auf Wunsch und konkrete Anforderung):

  • Einbringung von Know-how
  • Bereitstellen von Marketing- und Vertragsunterlagen
  • Durchführen von Wirtschaftlichkeitsberechnungen
  • Unterstützung in der Projektentwicklung und Projektsteuerung
  • Unterstützung beim Abschluss von Rahmenvereinbarungen mit Partnern (zum Beispiel Genossenschaftsverband)

Im Rahmen der Gründungsversammlung konnte glaubwürdig nachgewiesen werden, dass diese Unterstützungsleistungen nicht mit irgendwelchen Gegenleistungen oder Einflussnahmen verbunden sind.

Geplante Projekte

Durch die hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung ist die BEG Voralb bereits in der Lage, über Folgeprojekte nachzudenken. Weitere mögliche Projekte werden daher von der Vorstandschaft derzeit geprüft - diese sollten sich vorzugsweise in den beteiligten Kommunen befinden. Um die günstigen Stromabnahmebedingungen noch zu nutzen, sind zwischenzeitlich Dächer von gemeindeeigenen Gebäuden in Heiningen mit je einer Fotovoltaikanlage versehen worden. Außerdem wird die Schule in Schlierbach mit einer 30 kWp-Anlage bestückt. Unter den beteiligten Kommunen herrscht weitgehend Einigkeit darüber, geeignete kommunale Dachflächen der BEG Voralb mietfrei zur Verfügung zu stellen.

Welches sind die weiteren Ziele?

Die satzungsgemäß verankerten Ziele der BEG Voralb sind:

  • Initiierung von / Beteiligung an / Umsetzung von Projekten zur Erzeugung erneuerbarer Energien vorwiegend auf örtlicher und lokaler Ebene (Fotovoltaik, Biomasse, Windkraft, Wasserkraft…),
  • Initiierung von Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien / zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie des Klimaschutzes vor Ort und im lokalen Umfeld.

Mit welcher Verzinsung des eingebrachten Kapitals ist zu rechnen?

Zur Frage der Verzinsung der Genossenschaftsanteile können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen gemacht werden. Die Rendite einer Genossenschaft ergibt sich immer erst nach Abschluss des Geschäftsjahres. Dann sind die Betriebsergebnisse bekannt und danach kann – im Rahmen der Generalversammlung - entschieden werden. Letztlich bestimmen alle Mitglieder – höchst demokratisch mit gleichen Stimmanteilen – ob und gegebenenfalls welcher Teil eines Jahresüberschusses in künftige Projekte fließt (die auch wieder allen Mitgliedern zu Gute kommen), und welcher Betrag zur Ausschüttung kommt. Die erste (Umwelt-) Rendite, die zweifelsfrei erzielt wird, ist die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes bei der Energiegewinnung. Aber natürlich soll auch auf eine (Finanz-) Rendite geachtet werden, damit sich die Beteiligung für die Mitglieder am Ende „rechnet“.

Jeder kann Anteile zeichnen – alle können Mitglied werden!

Versammlung
Versammlung

Alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen aus dem Voralbgebiet und dem Landkreis Göppingen können gemäß der Satzung der BEG Voralb Mitglied werden und Anteile zeichnen – bei „auswärtigen“ Anträgen hat die Vorstandschaft zu entscheiden.

Ein Genossenschaftsanteil kostet 100 Euro, satzungsgemäß ist die Zeichnung auf 100 Anteile pro Person beschränkt.
Die Mitgliedschaft kann bei den beteiligten Gemeinden, über die Internetseite der BEG Voralb oder beim Vorstand beantragt werden.

Die Gründungsgemeinden sind hierin mit gezeichneten Geschäftsanteilen in Höhe von insgesamt rund 30.000 Euro enthalten (was in etwa einem Beteiligungsschlüssel von einem Euro pro Einwohner entspricht).

Auch für Betriebe und Organisationen offen

Durch Forcierung von Werbemaßnahmen und intensivierte Öffentlichkeitsarbeit sollen insbesondere auch noch andere Kommunen im Landkreis Göppingen, Gewerbebetriebe und Organisationen zur Mitgliedschaft bewegt werden - hierdurch soll zum Ausdruck gebracht werden, dass im Interesse der Umwelt alle an einem Strang ziehen müssen.

Erfolge zeigen sich bereits durch die Zeichnung von je 100 Anteilen durch den Landkreis und die Kreissparkasse Göppingen, was die Pilotwirkung dieses Projekts unterstreicht - innerhalb der größer werdenden Anzahl von BürgerEnergieGenossenschaften im „Ländle“ nimmt die BEG Voralb in Anbetracht der Vielzahl der beteiligten Kommunen daher eine Sonderstellung ein!

Weitere Informationen finden Sie unter www.buergerenergie-voralb.de

Flyer der BEG Voralb

Flyer BEG Voralb
Flyer BEG Voralb

Hier können Sie den Flyer der BürgerEnergiegenossenschaft Voralb eG herunterladen.

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Weitere Informationen

Kontakt BEG

Bürger-
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Voralb eG
Lotenbergstraße 6
73107 Eschenbach
Fon: 07161 94040-0
Fax: 07161 94040-20
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Vorstandsprecher und Vorstand für Technik und Finanzen
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Öffentlichkeitsarbeit
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