Damals

Eschenbach - Damals

Eschenbach um 1930
Eschenbach um 1930

Der wahrscheinliche Siedlungsbeginn für unseren Ort liegt zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert.

Darauf deutet der Name "Eschenbach" hin. Eschenbach ist also ein Siedlungsort an "einem mit Eschen bestandenen Bach". Der Namensgebende "Eschenbach" entspringt unterhalb der "Weißen Mauer" am Fuchseck und ist weitgehend noch heute offener Ortsbach.

Eschenbach ist als Zweigsiedlung vom Urort Heiningen - der ursprünglichen alemannischen Siedlung der Sippe Huno - entstanden.

Die erste urkundliche Erwähnung bezieht sich nicht auf den Ort, sondern auf die Kirche auf dem Lotenberg. Im Jahr 1228 wird in einer Urkunde des Klosters St. Gallen ein Pfarrer, und damit eine Kirche, auf dem Lotenberg erwähnt.

Diese dem Apostel Petrus geweihte Wallfahrtskirche wurde erst 1814 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Die Häusergruppe auf dem Lotenberg vermittelt noch das Bild einer Burgbebauung. Hier stand im 13. Jahrhundert eine Teck'sche "Amtsburg", die aber schon bald darauf verfallen ist. Ein Rest des Burghügels und eines Walls sind ihre geringen Spuren.

Namentlich wird Eschenbach erst 1379 in einer Verkaufsurkunde der Grafen von Helfenstein erwähnt. Es wechselte noch mehrmals den Besitzer und war ab 1476 endgültig geteilt: zwei Drittel gehörten mit Iltishausen (Iltishof) und Lotenberg den Freiherren von Liebenstein, der Rest war im Besitz des Klosters Adelberg - nach der Reformation seit 1534 des Herzogtums Württemberg. Erst 1789 verkauften die Liebensteiner auch ihren Besitz in Eschenbach an Württemberg. Bis 1807 wurde Eschenbach vom Klosteramt Adelberg verwaltet und gehörte danach zum Oberamt Göppingen.

Der Ort war bis nach dem 2. Weltkrieg durch die Landwirtschaft geprägt. Es war vor allem die Viehzucht, von der das Dorf lebte - Rinder. Pferde und vor allem Schafe, da die Ackerböden nicht sehr ergiebig waren. Allerdings wird schon im 16. Jahrhundert der Krautanbau erwähnt, dem die Eschenbacher ihren Necknamen "Krautbäuch" zu verdanken haben. Eine wichtige Rolle spielte daneben der Obstbau, besonders gefördert durch den Pfarrer Johann Christian Engel, den Vater von Dr. Theodor Engel. Während seiner über dreißig jährigen Tätigkeit im Ort entstand ein großer Obstbaumgürtel. besonders prägend am Kuhnberg.

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